Jacken, Mode und mehr
Unter allen klassischen Mänteln gibt es tatsächlich nur einen, der mit einer Kapuze ausgestattet ist: den Dufflecoat.

Foto: cherryred ♥'s beardy via Flickr, cc-Lizenz
Manchmal werden diese Jacken allerdings auch als Düffelmantel bezeichnet, wobei sich dieser Name von dem Stoff aus dem die Dufflecoats gefertigt sind, dem „Düffel“, ableitet. Der Stoff hat seinen Namen von der Stadt „Duffel“ südlich von Antwerpen in Belgien und kann als eine Art Wollstoff bezeichnet werden, der sich aus grobem Baumwollgewebe zusammensetzt. In Duffel wurde der Dufflecoat wahrscheinlich zum ersten Mal produziert. Weitere Attribute die diese Art von Jacken auszeichnen, sind die lässigen Knebelverschlüsse aus edlem Horn oder Holz auf der Vorderseite.
Nach seiner „Erfindung“ waren diese Jacken besonders in der britischen Navy beliebt, wo er die Offiziere gegen die kalten Atlantik-Winde schützte. Der Schnitt dieser Mäntel ist charakteristischerweise besonders sportlich und ungefähr ¾-lang – die Herkunft dieses Designs ist aber bis heute ungeklärt. Diverse Quellen vermuten einen Zusammenhang der sportlichen Jacken mit dem beliebten Polenrock des frühen 19. Jahrhunderts und den Kutten von Mönchen.
Besonders in Frankreich und England erfreut sich der Dufflecoat besonderer Beliebtheit. Dabei wird er meist von Künstlern, Studenten, Intellektuellen und jungen Adeligen getragen. In die klassische Garderobe von Geschäftsmännern und –frauen haben es diese Jacken mit ihrem légeren Schnitt allerdings nicht geschafft. Ein sehr bekannter Träger des Dufflecoats ist der britische Feldmarschall Montgomery, der diesen Jacken den Spitznamen „Monty-Coat“ oder auch einfach nur „Monty“ einbrachte. Heute findet man z.B. bei Benetton fantastische Dufflecoats, die es in so vielen verschiedenen Farben gibt, dass die Auswahl wahrlich schwerfällt. Normalerweise ist die klassische Farbe, in der diese Mäntel auch am häufigsten gekauft werden, eindeutig blau. Doch durch die lila, grünen, und roten Designs werden auch jüngere Käuferschichten angesprochen und der Dufflecoat hält seinen farbenfrohen Einzug in den Schul- bzw. Unialltag.
Weitaus traditionellere Jacken gibt es z.B. beim britischen Traditionshaus Gloverall, die sich sogar auf die Dufflecoats spezialisiert haben. Gloverall wurde 1951 von Harold & Freda Morris gegründet, die sich zunächst auf das Verkaufen von Baumwolle, Leder, Handschuhen und Overalls beschränkten. Im zweiten Weltkrieg begann das Unternehmen mit der Fertigung von Dufflecoats für die Regierung und ist seither eine bekannte Größe im Jacken-Geschäft. Wer einen besonders individuellen Mantel sein Eigen nennen möchte – und viel Zeit und Muse übrig hat – kann sich auch selbst mit Stricknadel und Wollgarn einzigartige Jacken anfertigen, wie es diese Bloggerin getan hat. Zum kombinieren eigenen sich beim Dufflecoat besonders süße Schals und elegante Tücher. So kann man dem gesamten Look noch ein wenig mehr Leben einhauchen, wie man es auch in der aktuellen Werbekampagne von Peek & Cloppenburg wunderbar umgesetzt sieht.
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